Da wir ca. 1 Woche in Rom waren, hatten wir genug Zeit, um die Stadt anzuschauen. Am nächsten Tag nach dem wir aufgestanden sind und Kaffee getrunken haben, sind wir mit dem Rucksack, genau wir Touristen raus gegangen und gemütlich haben wir Spaziergang gemacht. Also jeden Tag sind wir ca. 15-20 km. gelaufen. Wir haben kein öffentliches Verkehr gebraucht, da für uns wichtig war, auch durch die kleinen Gassen zu gehen und das echte Leben dort zu sehen.
Rom ist eine sehr alte Stadt und das riecht man. Ich kann das nicht beschreiben, aber die Luft ist anders. Es gibt sehr schöne Gebäuden, die auch gepflegt sind, aber es gibt auch sehr viele, die nicht gut aussahen…ziemlich renovierungsbedürftig. Aber so was soll man auch sehen. Jede Stadt, Land und Dorf hat eine Geschichte zu erzählen, und die ‚Geschichten‘ sind nicht immer alle wunderbar.
In Rom war für uns wichtig zwei Sachen zu sehen. Das Eine war ein Denkmal von einem bulgarischen Revolutionär – Kapitan Petko Wojwoda, der bei dem Garibaldis Bataillon war. Kapitan Petko war von den revolutionären Ideen von Giuseppe Garibaldi beeinflusst. Anfang 1866 hat er sich mit Garibaldi getroffen und ist für mehrere Monate sein Gast geblieben. Sie haben gemeinsam das Garibaldi Bataillon organisiert. Es bestand aus 220 Italienern und 67 Bulgaren und nahm 1866 am Aufstand auf Kreta gegen das Osmanische Reich teil. Also wir haben dieses Denkmal auf dem Gianicolo – ein Hügel in Rom, der sich vom Stadtteil Trastevere entlang des rechten Tiberufers bis zur Vatikanstadt erstreckt- gefunden. Von diesem Hügel sieht man die ganze Stadt. Es gibt ein ziemlich großen Park, wo man schön spazieren gehen kann und einfach die Aussicht genießen. Beim schönen Wetter ist echt toll. Wir haben wirklich einen wunderbaren Tag gehabt. Man muss auch sagen, dass es ziemlich viel Grünes in Rom gibt, obwohl so eine große Stadt ist. Es gib große Parks, große Bäume, also, war ich positiv überrascht.
Das andere, was mir so gefallen hat, war das, dass sehr viele Orangen und Zitronenbäume gab. Also auf die Terrasse von unserer Wohnung gab es einen Topf mit Zitronenbaum, der sehr gut geduftet hat. Ich mag Zitronen sehr und nach dem ich den Baum gesehen und die Früchte berührt habe, gab es auf meine Hand so eine Duft…. Die ich hier von den Zitronen nie hatte.
Die zweite wichtige Sache für uns in Rom war das Grab von Kyrill zu finden. Also Kyrill war der jüngere von den beiden Brüder (sein Bruder hieß Method). Beide waren die wichtigsten Missionare im slawischen Raum – die haben das erste slawische Alphabet entwickelt haben. Er starb im 869 in Rom und wurde in der St.-Clemens-Basilika begraben. Also diese Basilika befindet sich in der Nähe von Kolosseum.
Diese zwei Missionen haben wir erfüllt 🙂
Ein Tag waren wir in die Vatikanstadt. Sehr viele Leute, sehr lange Schlangen. Nur von draußen haben wir uns das ganze angeschaut. Ich hatte keine Lust paar Stunden auf Schlange zu sein und zu warten, dass ich in die Kirche reingehe. Es war mir auch zu teuer, dass ich 60 € Eintritt für das Museum und die andren Sehenswürdigkeiten da drin zahle. Also, wir haben uns Eis gekauft und einen schönen Spaziergang gemacht.
So überflutet von Touristen war auch beim Kolosseum. Also wir wollten reingehen, aber man konnte Eintrittskarten nur mit Kreditkarte kaufen…also doch nicht.
Ich werde keine Einzelheiten über die Sehenswürdigkeiten in Rom schreiben. Es gib eine Menge Info im Internet und viele Reiseführer als Buch oder App. Jeder soll sich seinen eigenen Eindruck verschaffen. Es ist schön das Ganze zu sehen, aber man braucht mindesten 4-5 Tage dafür. Und ich denke ein Mal ist auch genug.
Wenn man Zeit hat, ist gut wirklich zu Fuß die Stadt zu erkundigen. So kann man auch sehr schöne kleine Gassen und Geschäfte sehen und finden, die sehr nett gemacht sind.

Leider ist alles überall für Geld gemacht… sogar wenn du Foto machen willst mit den ‚Römer‘, sollst du auch zahlen. Ich denke, dass das Tourismus als Haupt Lebensunterhalt dort ist.
Wir haben dort super leckeres Eis gegessen. Je weiter vom Zentrum entfernt, desto größer und billiger wurden die Kugeln 🙂 Das galt auch für die Pizza. Wie so in den Großstädten ist.
Rom lohnt sich zum Anschauen definitiv, obwohl völlig überlaufen ist und manchmal macht kein Spaß mit den ganzen Touristen. Ich frage mich, wie kommen die Einheimischen damit klar? Wahrscheinlich haben sich daran gewöhnt oder nutzen das Ganze aus? Wer weiß.
Diese Stadt aber ist nicht meine Stadt zum Leben. Als Tourist für Woche geht in Ordnung, aber sonst…ehe nicht. Es ist mir zu hektisch, zu überfüllt, zu viel Auto und Roller Chaos….
Es war schön die Stadt zu besuchen, die Sehenswürdigkeiten anzuschauen, und war ein Glück, dass wir so nette Leute kennengelernt haben.
Ein Mal in Rom war genug, also gibt andere Ziele auf dieser Welt 🙂