Der letzte Tag von unserer Nordthailandreise fing wie immer sehr früh an. Wir sind erst Mal Richtung Lamphun (historisch Haripunjaya) gefahren. Dort haben wir noch einen Tempel besucht. Na ja, nach dem dritten oder vierten Tempel, sehen alle gleich aus 🙂 aber natürlich jeder hat eine Besonderheit und natürlich seine einzigartige Geschichte. Die Stadt war ein bedeutendes und wichtiges wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Im Jahr 1293 wurde die Stadt vom König Mangrai erobert.

Lamphun ist nicht so bekannt, wie Chiang Mai. Die Stadt ist eine der kleinsten Provinzen und Hauptstädte im Nordthailand.

Das ist die einzige Stadt, wo eine Königin gab. Laut Legenden nach wurde Lamphun unter dem Namen Haripunchai von der Königin Chama Devi (oder Camadevi) gegründet. Diese Königin wurde angeblich in einer Lotosblume geboren und von einem Königspaar adoptiert. Wie weit das ganze wahr ist, kann keiner sagen. Der Sage nach soll die Königin sehr hübsch gewesen sein, und viele Könige von anderen Reichen wollten sie heiraten, aber sie hat das nie gemacht.

Lamphun ist keine typische Touristenstadt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind natürlich die Tempel.

Es gibt einen Tempel, der natürlich nach der Königin benannt wurde. Sie befahl einem Bogenschützen einen Pfeil abzuschießen. Und dort, wo de Pfeil landete, sollte ein Tempel entstehen. So kam es zu Wat Chamathewi, der ca. 1 km. vom Stadtzentrum entfernt ist. Dort gibt es eine 21m. hohe Stupa /der Mahaphon-Chedi/. Wir waren aber nicht dort.

Wat Phra That Hariphunchai Woramahaviharn

Wat Phra That Hariphunchai Woramahaviharn

Wir waren in dem Tempel Wat Phra That Hariphunchai Woramahaviharn, der sich auf dem damaligen königlichen Palast von der Königin befindet und steht dort seit Mitte des 12-ten Jahrhunderts. Dieser Tempel ist im Zentrum von der Altstadt und ist der wichtigste Tempel des Mon-Reichs. Seine heutige Form bekam er im 15-ten Jahrhundert durch König Tilokarat. Dieser Tempel war der Tempel des Hahns, nach dem chinesischen Tierkreiszeichen.

Wat Phra That Hariphunchai Woramahaviharn

Wat Phra That Hariphunchai Woramahaviharn

Im Jahr des Hahns Geborene pilgern daher gerne dort. Wir haben im Internet geprüft und festgestellt, dass ich im Jahr des Hundes geboren bin und mein Mann im Jahr des Hahns. Also er hat das Muss – ein Mal im Leben solchen Tempel besuchen – erfüllt.

Chedi

Chedi

In diesem Tempel der Sage nach werden auch Buddhas Reliquien in der Stupa Phra Maha That Chedi, die 46 m. hoch ist, aufbewahrt. Ursprünglich war diese Stupa / Chedi ein nur vier Meter hoher Reliquienschrein. Er war nach allen vier Seiten offen und sein Dach lag auf vier Säulen. Im 13-ten Jahrhundert wurde eine acht Meter hohe Stupa / Chedi um ihn gebaut. Die heutige Stupa wurde vom König Tilokarat im Jahr 1448 gebaut. Zu Beginn des 19-ten Jahrhunderts wurden vom König Kawila die Zeremonien-Schirme an den vier Ecken sowie den neunstufigen Schirm dazu gebaut. Der neunstufige Schirm sollte aus 68 kg. Gold bestehen.

Buddha Statuen in dem Tempel

Buddha Statuen in dem Tempel

In diesem Tempel gibt es auch ein Bronze Gong Hor Rakhang, der ein Durchmesser von etwa zwei Metern hat und aus dem Jahr 1864 stammt. Man glaubt, dass es Glück bringt, wenn man auf den Gong schlägt. Das haben wir auch gemacht und hoffen auf viel Glück!

Bronze Gong

Bronze Gong

Ein anderes wichtiges Gebäude war Hor Trai – das Bibliothekgebäude, das aus Holz gebaut wurde und in seiner Bauform dem des Wat Phra Singh in Chiang Mai entspricht. Da drin soll das heilige Skript aufbewahrt sein.

Wir waren natürlich in dem Tempel drin, sind rund um spazieren gegangen und dann ging es nach Sukhothai weiter.

Sukhothai ist die erste Hauptstadt vom Königreich Sukhothai in Thailand und wurde im Jahr 1238 aus einem alten Khmer-Siedlung gegründet.

Ruinen in Sukhothai

Ruinen in Sukhothai

Der Legende nach wurde Sukhothai schon um 500 n. Chr. gegründet, und einer der Gründer und Anführer war König Chao Aluna Khmara (Phra Ruang genannt).

Dort haben wir den Geschichtspark Sukhothai besucht, der zu dem UNESCO Weltkulturerbe erklärt ist. Dort war eigentlich die Stadt. Es gibt dort sehr viele Ruinen von Tempeln, Gebäuden, sehr gut kann man das Kanalisationssystem erkennen, obwohl es die Trockenzeit war und fast kein Wasser gab.

Ruinen in Sukhothai

Ruinen in Sukhothai

Es gab sogar ein Tempel, der für die Mönche aus Sri Lanka gebaut wurde, die nach Thailand kamen, um das Buddhismus zu verbreiten. Es wurden Kriege mit den Khmeren geführt. Alles natürlich für Macht. Die Einwohner der damaligen Sukhothai haben keine Steuern bezahlt und sie dürften mit allem, außer Porzellan, handeln. In dem Park selber sind wir mit Elektro Tuk Tuk unterwegs gewesen.

Elektro Tuk Tuk

Elektro Tuk Tuk

Im Zentrum der Altstadt ist es verboten Autos mit Diesel, Gas oder Benzin zu fahren, nur mit Elektroantrieb war möglich. Es war sehr interessantes und schönes Erlebnis. Für diejenigen, die wollten, gab es die Möglichkeit mit einem Fahrrad durch den Park zu fahren. Für Fahrrad war uns leider zu heiß.

Wat Mahathat

Wat Mahathat

Die Altstadt war durch Erdwälle und Wassergraben von ca. 2 km. x 1,6 km. Ausdehnung umgeben. Durch die Befestigungen führten vier Tore in die Stadt. In der Altstadt kann man die Überreste des königlichen Palastes und von mehr als 20 Tempeln zu sehen. Der größte Tempel davon ist der Wat Mahathat. Außerdem beinhaltet dieser Geschichtspark außerhalb der Mauern weitere Ruinen-Tempeln.

Ruinen in Sukhothai

Ruinen in Sukhothai

Es gab viele Pläne für die Restaurierung von diesem Geschichtspark, der im Jahr 1991 als Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde.

Innerhalb und außerhalb der Stadtmauern kann man fast 200 Tepmelruinen sehen, und die ältesten stammen aus dem 13-ten Jahrhundert. Der bekannteste Tempel davon in diesem Geschichtspark ist Wat Sri Sawai. Es wird behauptet, dass er schon im 12-13-ten Jahrhundert gebaut wurde, aber nicht zu Ende. Erst im 15-ten Jahrhundert wurde mit dem Bau weiter gemacht.

Ruinen in Sukhothai

Ruinen in Sukhothai

Nach Sukhothai sind wir Richtung Phitsanulok gefahren. Diese Stadt ist eine der historisch bedeutendsten Städte und das Wirtschafts- und Verkehrszentrum dieser Region. Im 15-ten und 16-ten Jahrhundert residierte zeitweise in Phitsanulok der Vizekönig, und für einige Zeit der König des siamesischen Königrechs Ayutthaya. Im Jahr 2012 gab es ca. 72 000 Einwohner, und somit wurde die Stadt als Großstadt bezeichnet. In Phitsanulok befindet sich die Naresuan-Universität – die größte Universität des unteren Nordens.

Wat Phra Si Rattana Mahathat

Wat Phra Si Rattana Mahathat

Dort haben wir den letzten Tempel in unserer Nordthailand Reise besucht – Wat Phra Si Rattana Mahathat. Hier befindet sich das Buddha Bildnis im klassischen Sukhothai-Stil – Phra Phuttha Chinnarat. Es gilt als eines der schönsten in Thailand. Es wurde wahrscheinlich im Jahr 1420 gebaut. In diesem Tempel gab es ein 36 Meter hoher Prang im Khmer-Stil. Über eine steile Treppe von innen kann man ihn besteigen und in einem kleinen Raum Buddha Reliquien sehen.

Phra Phuttha Chinnarat.

Phra Phuttha Chinnarat.

In Phitsanulok war unsere letzte Übernachtung für diese Reise. Das war einer der schlechtesten Hotels, in dem wir übernachtet haben. Es schien alles in Ordnung zu sein, aber irgendwie gab es viele Sachen, die uns gestört haben und wir uns nicht so wohl gefühlt haben. Gott sei Dank waren wir nur eine Nacht dort.

Am nächsten Tag sind wir Richtung Flughafen Bangkok gefahren. Von dort sind wir nach Phuket geflogen. Wir haben das Hotel X 10 un Khao Lak gewählt. Von Phuket wurden wir zu dem Hotel transferiert. Der kleine Bus bis zum Hotel hatte sogar Wlan.

Der Strandurlaub dürfte beginnen!