Unser Tag hat wieder in der Früh angefangen und versprach Vieles 🙂

Hier ein wenig Information über Chiang Mai. Wie ich schon in meinem vorherigen Artikel erwähnt habe, ist Chiang Mai nach Bangkok die zweitgrößte Stadt in Thailand. Sie hat mehr als 350 000 Einwohner und ist die Hauptstadt von der Provinz Chiang Mai. Ein Großteil der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig und das gilt als eine der stärksten Branchen für die komplette Wirtschaftsleistung des Thailands.

Die Geschichte von Chiang Mai reicht bis ins 13-ten Jahrhundert zurück. Dann wurde Mangrai geboren, der das Königreich Lan Na oder ‚Land der Millionenreisfelder‘. Schon vor 700 Jahren war das heutige Chiang Mai durch die Landwirtschaft geprägt.

Nach dem Frühstück sind wir Richtung Markt gefahren. Der Markt war sehr groß und hat sehr früh aufgemacht. Wir waren dort gegen 8 Uhr in der Früh und es gab sehr vielen Leute, Käufer und Verkäufer.

Aussicht zu dem Markt

Aussicht zu dem Markt

Hier konnte man alles zum Essen finden – Obst – exotisch und ‚normal‘, alle Arten von Gewürzen – frische und getrocknete, alles Mögliche zum Essen –  10 Arten von Reis zum Beispiel.

Obst und Gemüse am Markt

Obst und Gemüse am Markt

Außerdem gab es sehr große Auswahl von Fleisch und Fisch, einfach so an dem Stand gelegt, vielleicht gerade getötet, ohne Kühlschränke, ohne nichts… nur in Stücke verteilt.

Fisch wird verkauft...

Fisch wird verkauft…

Es gab alles – meistens Hähnchen, Hähnchenfüße, Innereien, Blut, alles was man weiß, oder auch nicht weiß, was das ist. Fisch gab es auch, meistens getrocknet, mit sehr viel Salz. Die Thais essen getrockneten Fisch, aber vorher müssen sie ihn kochen. Es gab so viele seltsame für mich Sachen, und Gerüche, die ich nicht beschreiben kann.

Fleisch wird zerkleinert

Fleisch wird zerkleinert

Das Fleisch wurde einfach so verkauft. Am besten Fall gab es Eis da drunter, aber war kein Muß. In der Früh war es 26-29 Grad, und gegen Mittag über 30… na ja, dort war nur zum Staunen. Solche Märkte muss man gesehen haben, damit man auch den Geruch spüren kann.

Auch Blumen werden verkauft

Auch Blumen werden verkauft

Das ist nicht jedermann Sache, ich persönlich würde mir von dort nichts kaufen, aber die Menschen sind nicht alle gleich, und hier war das Leben einfach so.

Außer Nahrungsmitteln wurden auch sehr viele Blumen verkauft. Unser Reiseführer hat uns Jasminketten gekauft. Ich finde Jasmin riecht so frisch und gut und wenn man die Blüten nicht anfasst, dann bleiben sie auch den ganzen Tag geschlossen und frisch, und riechen einfach traumhaft.

Nach dem Marktbesuch und mit den gesammelten Eindrücke haben wir den Tempel Wat Phra That Doi Suthep, der sich außerhalb Chiang Mai in den Bergen befindete, besucht. Um die Gründung des Tempels gibt es Legenden. Eine sagt, dass im Jahr 1371 der Mönch Sumana aus Sukhothai mit sich eine Reliquie des Buddha brachte, die in der Stupa vom Wat Suan Dok aufbewahrt werden sollte. Plötzlich teilte sich aber die Reliquie und das war ein Zeichen, dass sie dort nicht aufbewahrt werden konnten.

Der heilige weiße Elefant

Der heilige weiße Elefant

Dafür wurden die zwei Teile der Reliquie auf dem Rücken eines königlichen weißen Elefanten befestigt und er wurde frei gelassen. Wo er sich aufhält, dort wird einen Tempel für die Aufbewahrung der Reliquie gebaut. So ist es auch geworden. Der Elefant ist auf den Berg Doi Suthep gegangen und dort sein Halt gemacht.

Schöner Baum in dem Tempel

Schöner Baum in dem Tempel

Zuerst wurde eine 7 Meter hohe Stupa gebaut, in dessen Innern die Reliquie aufbewahrt wurde. Während der Regierung von König Muang Kaeo wurde die Stupa 1525 auf eine Höhe von 16 Metern vergrößert. Sie hat seitdem ihre heutige oktogonale Form mit einem Durchmesser am Sockel von 12 Metern behalten. Im Jahr 1935 nach der Initiative von dem berühmten Mönch Khru Ba Srivichai wurde eine Straße bis zu dem Tempel gebaut.

Die goldene Stupa

Die goldene Stupa

Mit dem Bus sind wir ca. 11 Kilometer in die Berge hoch gefahren, bis wir den Parkplatz bei dem Tempel erreicht haben. Zu dem Tempel sind wir mit einer Seilbahn gefahren.

Heilige Mönche in dem Tempel

Heilige Mönche in dem Tempel

Die andere Möglichkeit ist natürlich zu Fuß die Treppen hoch zu gehen. Den Tempel erreicht man über die Naga Treppe mit 200 Stufen. Die Geländer der Treppe sind von den Körpern zweier riesiger Nagas (Schlangen) gebildet. Solche Treppen sind sehr oft in den Lan Na Tempeln zu sehen. Diese Treppe wurde im 16-ten Jahrhundert gebaut.

Naga Treppe

Naga Treppe

In diesem Tempel gab es auch einen Salbaum. Der Legende nach wurde unter so einem Baum Buddha geboren und deswegen galt dieser Baum als heilig.

In dem Tempels Hof

In dem Tempels Hof

In diesem Tempel gab es sehr viele Mönche, sowie sehr viele vergoldete Buddha Statuen und natürlich sehr viele Besucher. Wie ich schon oben erwähnt habe, man denkt, dass in der goldenen Stupa in diesem Tempel Reliquien von Buddha aufbewahrt werden.

Viele Glocken im Tempel

Viele Glocken im Tempel

Von dem Temple kann man über die Dächer von Chiang Mai einen Blick werfen. Leider gab es eine Nebeldecke und wir konnten nichts sehen. Obwohl es ziemlich früh war, konnten wir die Stadt von oben nicht sehen. Auf dem Rückweg zu dem Parkplatz sind wir über die Naga Treppe gelaufen.

Statue vom heiligen Mönche bei dem Tempel

Statue vom heiligen Mönche bei dem Tempel

Nach diesem Tempel sind wir Richtung Orchideenfarm Bai Orchid, wo es auch ein Schmetterlinghaus gab, gefahren. Der Tag hatte noch einiges zu bieten.

Schöne Orchidee

Schöne Orchidee

Auf der Welt gibt es mehr als 2000 Arten von Orchideen – diese wunderschöne Blumen, und 1000 Arten davon sind in Thailand. Die Orchidee hingen in die Luft, waren so bunt, schön und mit sehr großen Blüten. Einfach traumhaft schön. Hier zeige ich euch ein Paar Fotos von dieser Schönheit.

Die Orchideen hingen

Die Orchideen hingen

In dieser Orchideenfarm haben wir sehr leckeres Mittagsessen gegessen. Es war sehr schön dort. Auf dem Gelände gab es sogar ein Schmetterlinghaus, wo man sehr viele Schmetterlinge sehen konnte. In Deutschland, auf Insel Mainau haben wir auch solches Schmetterlinghaus besucht.

Im Schmetterlinghaus

Im Schmetterlinghaus

Dort war es viel größer und viel schöner unserer Meinung nach. Auf der Bai Orchid haben sie sogar Schmuck aus Orchideen gemacht. Ich habe mir von dort was gekauft – Kette und Ohrringe, die ich sehr schön fand und bin damit sehr zufrieden.

Der Nachmittag war für uns noch interessanter und mit mehr Abenteuer verbunden, da wir uns für einen extra Ausflug angemeldet haben, was in der Nähe von Chiang Mai war. Wir haben den Maetaman Elephant Camp besucht. Außerdem haben wir eine Bambus-Floß Flussfahrt / Rafting gemacht und haben das Dorf, wo die Langhalsfrauen – Ban Huay Pa Rai Hill Tribe Village- leben, besucht.

Elefanten Camp

Elefanten Camp

Wir sind erst mal zu dem Platz gekommen, wo die Menschen mit den Elefanten waren. Die Elefanten waren wir Haustiere und natürlich auch eine große Hilfe bei den täglichen Arbeiten. Die Elefanten dort waren wir die Pferde z.B. bei uns.

Ein Elefant badet

Ein Elefant badet

 

Wir hatten die Gelegenheit bekommen, dass wir die Elefanten umarmen und mit denen sich Fotos machen können. Wir hatten ein Baby Elefant mit 2 Jahre gesehen, sowie ein Elefant mit 30 Jahren.

Ein Elefenat und ich

Ein Elefenat und ich

Es war ein anderes Erlebnis, da wir bis jetzt so nah zu einem Elefant noch nie waren. So was haben wir nur im Fernsehen gesehen oder im Zoo. Ich hatte aber trotzdem Respekt vor diesen Tieren. Nach dem wir die Elefanten gesehen und gestreichelt haben, sind wir Richtung Fluss gegangen.

Bambus Floß Rafting

Bambus Floß Rafting

Dort haben auf uns Bambus Flossen gewartet. Das war ein sehr schönes Erlebnis. Das Bambus Floss war mit 2-3 Bänke ausgestattet – also für 4-6 Personen, noch dazu hatten wir 2 Kapitäne – vorne und hinten, die es gesteuert haben.

Die schöne Natur genießen

Die schöne Natur genießen

Der Fluss war ziemlich flach und sauber. Die Fahrt hat ca. 45 Minuten gedauert und war sehr entspannt. Wir haben die schöne Natur genossen, es war einfach herrlich. Wir haben auch viele schöne Fotos gemacht. So einen Besuch bei den Elefanten und so ein Bambus Floss Fahrt hat uns sehr gefallen und kann ich nur empfehlen.

Die schöne Natur genießen

Die schöne Natur genießen

Danach haben wir ein Dorf – Ban Huay Pa Rai Hill Tribe Village – mit ca. 150 Einwohnern besucht.

Ban Huay Pa Rai Hill Tribe Village

Ban Huay Pa Rai Hill Tribe Village

Die ‚Attraktion‘, wenn man das so nennen darf, waren eigentlich die Frauen, die Ringe um deren Hals trugen. So wurde ihr Hals sehr lang. So was haben wir nur im Fernsehen gesehen und haben gedacht, dass so was nur bei bestimmten afrikanischen Stammen gibt. Das Dorf war einfach gemacht, mit Holzhütten, wo die Menschen dort lebten.

Das Dorf

Das Dorf

Es gab Reisfelder, die mit Bambusröhre bewässert wurden. Die Frauen dort haben einfach auf die Touristen gewartet, damit wir sie anschauen können, mit denen Fotos machen können und in die Hoffnung, dass die Touristen etwas sich von den Ständen kaufen würden.

Reisfeld im Dorf

Reisfeld im Dorf

Da gab es sehr viel Souvenir. Das war einerseits interessant zu sehen – die älteste Frau mit Ringe um ihrer Hals war 74 Jahre alt. Es gab auch sehr viele junge Frauen, die solche Ringe trugen. Wenn man solche Ringe anfängt zu tragen, gibt es kein Zurück mehr. Dein Hals, die Muskulatur und die Wirbel verändern sich. Die sind auch sehr sehr schwer.

Frau mit Ringe um den Hals

Frau mit Ringe um den Hals

Da gab es dort so einen losen Ring, den ich gehoben habe, der mir sehr schwer schien. Anderseits hat mir sehr leid getan, weil die Menschen dort wir in einem Museum wie Exponate waren.

Ein Haus im Dorf

Ein Haus im Dorf

Um dieses Dorf zu besuchen, sollten wir Eintritt zahlen. Das haben wir nachhinein erfahren. Also die Menschen dort lebten von dem Tourismus. Einfach schade, da das kein normales Leben war. Aber sie haben diese Entscheidung getroffen.

Rutsche im Dorf

Rutsche im Dorf

Nach diesem Besuch sind wir Richtung Hotel in Chiang Mai gefahren. Da wir eine 2 stündige Massage gebucht haben, wurden wir um 19 Uhr mit einem Tuk Tuk abgeholt und zu dem Massage Studio gebracht. Na ja, es war wirklich Abenteuer mit so einem Tuk Tuk zu fahren – 5 Personen auf 3 Räder.

In diesem Studio wurden wir sehr herzlich willkommen empfangen. Bevor wir zu der Massage gingen, wurden unsere Füße gewaschen. Da wir als Paar dort zusammen waren, wurden wir auch zusammen, neben einander massagiert. Diese 2 Stunden waren so schön, entspannend, angenehm, herrlich. Ich persönlich wäre fast eingeschlafen. Danach haben wir Tee getrunken und mit Obst bewirtet. Wieder zurück zum Hotel – es war unbeschreiblich gutes Gefühl.

In Thailand kann man sich, wenn man möchte, jeden Tag massieren lassen, da das überhaupt nicht teuer ist (im Vergleich zu Deutschland natürlich). Wenn in Deutschland 1 Stunde um die 60 Euro kostet, kostet die Stunde in Thailand zwischen 8 und 12 Euro, je nach dem wo du dich massieren lässt und was für Öle benutzt werden.

Ich kann es natürlich nur empfehlen. Mir hat das sehr gut getan und gefallen.

Da waren wir wieder auf dem Nachtmarkt, um paar Geschenke zu besorgen.

Am nächsten Tag sind wir weiter zu dem nächsten Abenteuerziel gefahren.