Am nächsten Tag in der Früh hat unser Abenteuer im Nordthailand angefangen. Noch beim Buchen von dem Urlaub wollten wir nicht nur in einem Hotel am Strand unsere Zeit verbringen, sondern auch etwas von dem Land sehen. Wie die Menschen so leben, wie das Leben so in Thailand ist. Deswegen haben wir uns entschieden, eine 7 tägige Reise in Nordthailand zu machen. 2 Tage waren schon für Bangkok eingeplant, wie ich schon in meinem anderen Artikel berichtet habe, und die nächsten 5 Tage waren in verschiedenen Städte in dem norden Teil des Landes eingeplant.

Die Fahrt war sehr komfortabel. Unser Reiseführer hat uns ständig verschiedenen interessanten Geschichten über das Laben in Thailand erzählt.

Die Fahrt war sehr angenehm und mit den Erzählungen sind wir irgendwie sehr schnell in Ayutthaya angekommen. Diese Stadt war früher die Hauptstadt von Thailand und für 400 Jahre war eine sehr entwickelte Metropole in Thailand. Außerdem war Ayutthaya die einzige Hauptstadt von dem siamesischen Königreichs. Insgesamt 35 Könige herrschten große Gebiete Siams und erweiterten die Hauptstadt stetig. Dort gibt es auch Königspalast, wie in Bangkok, aber der in Ayutthaya ist 3 mal größer. Der Palast in Bangkok ist eine Kopie von dem Palast in Ayutthaya. Aber dieser in Ayutthaya wurde verbrannt und da sind nur Ruinen geblieben.

Tempel Wat Na Phra Men

Tempel Wat Na Phra Men

Wir haben einen Tempel Wat Na Phra Men besucht. In diesem Tempel gab es wieder sehr viele Buddha Statuen, sowie auch gab es einen Kloster, wo auch Mönche gab. Die Mönche in Thailand tragen meistens orange Klamotten, Mönchsroben. Es gibt solche in dunkel orange / oder rot und hell orange. Das zeigt ob die Mönche streng sind und nur fasten und beten, oder dürfen auch Handys benutzen und einiger maßen normales Leben führen können. Es gab auch Nonnen. Sie sind in weiß bekleidet, und die tragen auch Glatze (Kopf ist komplett rasiert) und sogar die Augenbrauen sind rasiert. Jeder kann Mönche oder Nonne werden, oder mindestens versuchen solchen zu werden. Unser Reiseführer hat uns erzählt, dass er für 2 Wochen probiert hat einen Mönch zu sein und er hat es für sich festgestellt, dass sowas nicht für ihn ist. Bevor man in so einem Kloster geht, muss man sich dafür psychisch und physisch vorbereiten.

In Thailand ist die Lotosblume eine heilige Blume. Seine Fähigkeit, Schmutz von sich zu weisen, lässt die Lotosblume zum Sinnbild für Reinheit, Schöpferkraft, Erleuchterung und Treue werden. Wir haben ein nahes Bild von einer ungeöffnete Lotosblume gemacht, die ich hier mit euch teile:

fast ungeöffnete Lotosblume

fast ungeöffnete Lotosblume

Vor dem Tempel gab es ein Platz, wo man beten kann. Es war nur fürs Beten gemacht. Man konnte sich auch ein Bündchen mit Lotosblume, Kerze, Räucherstäbchen und Stück Blattgold kaufen und dort bei diesem Platz beten. Die Lotosblumen, die seitlich stehen, werden dann immer wieder von den Blumenverkäufer geholt und wieder noch gebunden (mit Kerze usw.) und wieder verkauft. So mit mehr mals Verkauf von einer und dieselben Blume wird Geld für das Tempel gesammelt bzw. gespendet.

Gebetsplatz vor dem Tempel

Gebetsplatz vor dem Tempel

Die Mönche essen 1-2 Mal am Tag. Zwischen 6 und 8 Uhr in der Früh gehen sie raus und tragen einen Schüssel mit sich und gehen durch die Straßen. Aber sie betteln nicht, sondern sie warten darauf, dass sie von den Menschen gerufen werden, um was zum Essen zu bekommen. Die Thais mögen spenden. Das bedeutet für sie, dass sie für ihr nächstes Leben spenden. Sie denken, wenn sie an jemanden, der in Not ist und etwas benötigt, etwas geben, dass sie auch Hilfe bekommen, wenn sie sie benötigen. Das gilt nicht nur für das Essen, sondern im Prinzip für alles. Der Alltag der Mönche ist mit Beten und mit Erlernen von der heiligen Schrift verbunden. Falls jemand Mönch werden möchte, es gibt ein Ritual dafür und fängt Sanskrit zu erlernen, um die heilige Schrift lesen zu können und verstehen zu können. Das gilt natürlich auch für die Frauen, die Nonnen werden möchten. Wir konnten auch sehr junge Mönche sehen, sogar Kinder. Bis sie 20 Jahre alt sind, nennt man sie Ungebildet. Also sie gehen erstmal um zu sehen, ob so was, also Mönch zu sein, für sie ist. Ob das die Berufung für das Leben ist. Die Mönche gehen meistens barfuß und das Materielle ist für sie uninteressant. Andere Lebensphilosophie.

Vor dem Tempel

Vor dem Tempel

In diesem Tempel gab es ein Krematorium. In Thailand werden die Menschen im Prinzip eingeäschert, nicht beerdigt. In diesem Tempel in Ayutthaya gab es sogar viele beerdigte in einer Wand. In diesem Fall gab es ein Teil von der Asche in die Wand. In Thailand kann man ein Teil von der Asche von dem Verstorbenen mitnehmen und irgendwo zerstreuen, oder in einem Temple ‚beerdigen‘, wie hier.

Vor vielen Jahren, wo es noch keine Handys gab, wurden die Toten erstmal beerdigt, weil in Thailand warm ist, sonst hätte es mit dem Stinken angefangen. Dann wurden die Angehörigen informiert. Und wenn alle sich gesammelt haben, um den Toten zu ehren, wurde der Tote ausgegraben und eingeäschert. Andere Sitten, andere Bräuche, andere Kulturen.

Rund um den Tempel war auch alles sehr ruhig und gepflegt und natürlich überall mit Buddha.

Um den Tempel

Um den Tempel

Nach diesem Tempel sind wir Richtung König Palast, oder das was davon geblieben ist, gefahren. Eine riesige Fläche, die schon unter UNESCO Weltkulturerbe steht. Bevor wir dort ankamen, haben wir sehr viele Tuk-Tuk Taxis gesehen. Im Nordthailand sind diese sehr verbreitet. Das sind solche Verkehrsmittel auf 3 Räder, die mit Gas oder Elektro fahren.

Teil von dem Palast

Teil von dem Palast

Kleine, praktische und sympathische Tuk-Tuk. In Ayutthaya waren auch sehr sehr gepflegt und sahen super aus. Um so ein Taxi anzuhalten, musste man einfach winken. Eine Fahrt kostete um die 30 Bath oder ca. 80 Cent.

Auf dem Gelände vom Königspalast haben wir Wat Phra Sri Sampeth besucht. Wir habe dort auch eine Statue von dem ersten König Thailands gesehen. In Thailand gab es 33 Könige.

Der erste König von Ayutthaya

Der erste König von Ayutthaya

Wat Phra Sri Sampeth war der königliche Tempel auf dem Gelände des alten Königspalastes und war der größte und schönste Tempel in Ayutthaya.

Die Stupas

Die Stupas

Wir haben dort die Stupas besucht und sehr schöne Fotos gemacht, die ich mit euch teile.

Der Stupa ist wie ein Grabhügel, wie die Ägyptischen Pyramiden. In so einem Stupa wurden die Herrschern / Könige bestattet. Jeder König hatte eigene Stupa, die weder Eingang, noch Ausgang hatte.

Die Stupas

Die Stupas

In Thailand gibt es sehr viel Teakholz und in Ayutthaya wurde der Königspalast mit sehr viel Teakholz gebaut. Leider nach dem großen Brand wurde alles zerstört.

Und solcher Stupas gibt es überall im Land, und meistens sind die mit Blattgold bedeckt. Hier war es anders, aber sehr sehr schön. Es gab auf dem Gelände sehr viele Buddha Statuen, die ohne Kopf waren. Leider wurden die Statuen von Diebe geköpft und an Sammler verkauft. Es ist sogar verboten, dass man sich hinter so einer geköpften Statue fotografiert.

geköpfte Statuen

geköpfte Statuen

Der erste Stupa dort wurde mal geöffnet und alles was da drin gab, befindet sich jetzt im Nationalmuseum.

Wir haben dort auch den Tempel, der auf dem Gelände war, besucht, sowie der lokale Markt in der Nähe.

Danach sind wir Richtung unser nächstes Ziel – Kamphaeng Phet weiter gefahren.

Bevor wir Kamphaeng Phet erreicht haben, haben wir unsere Mittagspause gemacht. Die war in einem sehr schön gemachten Restaurant. Wir haben lokale Gerichte gekostet. Es war sehr lecker und gut zubereitet. Und das Restaurant war wunderschön gemacht und gelegen.

Auf dem Weg zu Kamphaeng Phet sind wird durch einem Affen Park gefahren. Das stand nicht auf dem Programm, aber unser Reiseführer hat das für uns gemacht. Ich weiß nicht mehr, wie die Ortschaft hieß, aber das war anderes Erlebnis. Dort leben sehr vielen Affen auf einem Berg und natürlich gibt es auch Menschen. Es war ziemlich dreckig, unser Bus hat für paar Fotos angehalten. Da hat der Reiseführer Essen gekauft und den Affen gegeben, damit wir sie fotografieren und beobachten können. Mir persönlich hat das nicht so gefallen und ich habe die Affen vom Bus angeschaut. Es gab Babys, es gab große Affen… sie lebten dort…Es gab dort auch Menschen, die auch dort lebten… das war nicht meins.

Affe im Affenpark

Affe im Affenpark

Weiter nach Kamphaeng Phet…Dort waren wir am spät Nachmittag. Kamphaeng Phet war vor 700 Jahren ein wichtiger Ort für die Armee. Die Altstadt, oder genauer gesagt, die Reste von der Altstadt, sind auch UNESCO Weltkulturerbe. Es gibt dort auch Reste von vielen Tempeln. Die Altstadt selber wurde als einen riesigen Park gemacht, wo man sehr schön spazieren gehen kann, oder laufen kann. Früher haben dort Menschen gelebt, aber seitdem die Stadt unter UNESCO geworden ist, ist das nicht mehr möglich. Es gab dort sehr viele Buddha Statuen in sitzende und liegende Position.

Ruinen

Ruinen

In Kamphaeng Phet haben wir einen Stupa mit Elefanten besucht. Von dem Stupa sind meistens Ruinen geblieben, aber wir konnten dort die Elefanten noch erkennen. Sogar sind wir ganz hoch auf sehr steile Treppen gegangen und haben paar schöne Fotos gemacht.

Stupa mit Elephanten

Stupa mit Elephanten

Im März war im Thailand die Trockenzeit. Überall war sehr trocken, sogar während unserer Fahrt haben wir sehr viele Plätze gesehen, die abgebrannt waren. Es werden immer wieder kontrollierte Brände gemacht, damit größere Brände vermieden werden.

In Kamphaeng Phet haben wir z.B. Bäume gesehen, die keine Blätter hatten, nur Blüten.

Baum ohne Blätter

Baum ohne Blätter

Nach dem wir die Altstadt gesehen haben, sind wir Richtung Hotel gefahren. Bevor wir uns eingecheckt haben, sind wir durch den Markt gegangen. Dort haben wir verschiedenen Sachen gesehen wie z.B. frittierte Heuschrecken und Würmer…. Ich habe sogar kurzes Video gemacht. Also das war nicht unsers.

Baum ohne Blätter

Baum ohne Blätter

Das Hotel war okay, für eine Nacht völlig in Ordnung.

Am nächsten Tag nach der Frühstück sind wir weiter nach Lampang und Chang Mai gefahren und vielen neue Sachen über die asiatische Kultur gesehen und gelernt.